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„Bischöfliche Götterspeise“ bringt Wurzener ins Finale

Von am 28. September 2017

Dass er dereinst als Namensgeber für ein preisgekröntes Dessert in die Wurzener Geschichte eingehen würde, hätte Bischof Johann von Schleinitz sich vor rund 500 Jahren wohl nicht träumen lassen. Im Wettbewerb um das beste Dessert Deutschlands hat das Restaurant des Schlosses Wurzen sich mit der „Bischöflichen Götterspeise“ gegenüber 70 Mitbewerbern durchgesetzt und den Einzug ins Finale geschafft.

Hintergrund des von Langnese und dem Service-Bund initiierten Wettbewerbs ist der Wunsch, dem Dessert als krönendem Abschluss eines Dinners wieder zu mehr Beachtung zu verhelfen.

„Wir suchen innovative und verspielte Feingeister, die Wert auf qualitativ hochwertige Zutaten legen und mit ihren Rezepturen noch nie zuvor erlebte Dessert-Momente kreieren. Diese Mangovariation hier schmeckt absolut fantastisch, sieht toll aus und ist auch für die Zubereitung in einer Restaurantküche geeignet …“, so Marcus Hannig, Fachberater von Langnese. Neben dem Schloss Wurzen sind noch vier weitere Finalisten im Rennen, die aus Heiligengrabe, Meißen, Stuttgart und Olsberg kommen.

Verantwortlich für die Wurzener Dessert-Kreation ist Mike Bednarsch, stellvertretender Küchenchef des Restaurants. Nach seiner Lehrausbildung in der Schlossküche ist der gebürtige Leipziger nicht nur beruflich dem alten Gemäuer treu geblieben, sondern gleich ganz nach Wurzen gezogen – sehr zur Freude des Schlossherrn Ronny Wedekind. Den hat das Mango-Dessert vor allem deshalb sofort überzeugt, weil nach seinen Worten diese Frucht hier eine ganz besondere Geschichte hat:

“Hier im Residenzschloss Wurzen feierte Bischof von Schleinitz im Jahr 1519 mit 150 Gästen und 81 Gängen seine amtliche bischöfliche Beglaubigung durch den Papst. Einer der Gänge war eine Mangovariation – die Frucht galt damals als Götterspeise“

Nachdem sich TV-Moderatorin und Jury-Mitglied Ruth Moschner bereits am 4. Mai von der Bischöflichen Götterspeise verzücken ließ, versammelten sich am Dienstagabend Freunde des Hauses und geladene Gäste in den wunderschönen Räumlichkeiten des Schlosses. um die offizielle Auszeichnung durch die Initiatoren des Wettbewerbs zu feiern und das himmlische Dessert als Abschluss eines 3-Gänge-Menüs erstmals zu verkosten.

„Lecker!“  – so lautete dann auch das Urteil von Oberbürgermeister Jörg Röglin, der mit Lob für die gesamte Mannschaft des Schlossrestaurants nicht sparte und nun ebenfalls kräftig die Daumen fürs Finale drückt: Am 9. Oktober wird im Rahmen der ANUGA, der weltgrößten Lebensmittel-Messe in Köln, von Ruth Moschner der letztendliche Sieger im Wettstreit um das beste Dessert Deutschlands gekürt.

Hier noch ein Blick hinter die Kulissen der Schlossküche: Video mit Ruth Moschner

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