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Ringelnatzverein zieht Bilanz

Von am 7. Februar 2017

Voll besetzte Stuhlreihen im Ringelnatz-Geburtshaus – mit der Lesung von Achim Ditzen aus den Gefängnistagebüchern seines Vaters Hans Fallada begann der Joachim-Ringelnatz-Verein Wurzen e. V. das neue Veranstaltungsjahr genauso erfolgreich, wie das alte beendet wurde. Dass im Crostigall 14 wieder so reges Leben einziehen würde, davon wagte zwölf Monate zuvor allerdings noch keiner zu träumen – Grund genug für einen kleinen Jahresrückblick der Vereinsvorsitzenden Viola Heß:

Das Jahr 2016 geht in die 25-jährige Geschichte des Ringelnatzvereins als ein ganz besonderes Jahr ein. Es ist dem Verein gelungen, die Stadt Wurzen als Eigentümer des Geburtshauses von Hans Gustav Bötticher, genannt Joachim Ringelnatz, davon zu überzeugen, dass er ein kompetenter und fähiger Partner für die Entwicklung des Ringelnatz-Geburtshauses ist. Dank dafür gebührt allen Partnern, voran der Hans-Fallada-Gesellschaft Carwitz, aber auch dem Museum Wurzen und dessen Förderverein sowie dem Kulturbetrieb Wurzen für die gemeinsame Arbeit am Betreiberkonzept. All dies hat bewirkt, dass die Stadträte vom ursprünglichen Anliegen, das Haus zu verkaufen, abgerückt sind und mit klarer Mehrheit die Betreibung des Hauses durch den Ringelnatz-Verein beschlossen haben.

Dank guter Zusammenarbeit mit dem Kulturbetrieb wurden nach Unterzeichnung des Mietvertrages am 1.7.2016 die notwendigen Grundreparaturen ausgeführt. Das Haus hat wieder einen Wasseranschluss, funktionierende Toiletten und eine gut arbeitende Heizung, wo es notwendig ist.

Seit dem Sommer 2016 haben die Vereinsmitglieder mit ganz kleiner Förderung ein beeindruckendes Angebot entwickelt. Für finanzielle Unterstützung danken sie dem Landkreis und der Stadt Wurzen, vor allem aber den Spendern und Sponsoren. Dank ihrer Hilfe wurde der Ringelnatz-Kunstpfad mit einer neuen Broschüre und einem Kunstwerk von Prof. Jochen Ziska der Öffentlichkeit feierlich übergeben. Bisher begrüßte der Verein rund 1000 Gäste bei Veranstaltungen im Ringelnatz-Sommer im Geburtshaus von Ringelnatz.

Fest etabliert hat sich mittlerweile die Reihe „Freitags im Crostigall 14“, die 2017 fortgesetzt wird. Mit „Hans Fallada – Familienbilder“ ist der geplante Ausstellungsreigen im Haus überaus prominent und erfolgreich gestartet. Bislang haben diese Schau rund 300 Gäste aus ganz Sachsen besucht. Regelmäßige Führungen durch das Haus wurden gut von Gästen aus nah und fern angenommen.

Über die Maßen gute Resonanz hatte das Adventswochenende im Ringelnatzhaus, das gemeinsam mit dem Partnerverein TheaterMacher(n) gestaltet wurde. Diesem Verein danken die Wurzener Ringelnatzfreunde besonders herzlich, weil seine Angebote stets erfolgreich den Benefit für das Geburtshaus bedachten.

2017 soll das Jahr der Sanierung des Geburtshauses werden, die Weichen dafür werden derzeit gestellt. Der Verein wird sein Programm erweitern und im 25. Jahr seines Bestehens einen opulenten Ringelnatz-Sommer auf die Beine stellen. Die Werbung neuer Mitglieder in der Aktion Call for Members der Bundeskulturstiftung bestätigt den eingeschlagenen Weg, das Haus zu einem kulturvollen Treffpunkt für Groß und Klein, zu einem besonderen Ort für Ringelnatzfreunde und für zeitgenössische Künstler in den Fußstapfen von Ringelnatz zu machen.

Quelle: Pressemeldung Joachim-Ringelnatz-Verein Wurzen e. V.

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