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Startschuss für Wurzener Land-Werke

Von am 20. Dezember 2016

Gestern unterzeichneten die Oberhäupter der vier Wurzener Land-Gemeinden Uwe Weigelt (Lossatal), Thomas Pöge (Thallwitz), Bernd Laqua (Bennewitz) und Jörg Röglin (Wurzen) den Gesellschaftervertrag der Wurzener Land-Werke GmbH. Damit ist die Gründung der Gesellschaft, die von den vier Gemeindeparlamenten am 20. Juni 2016 beschlossen worden war (MN berichtete), nun auch formal vollzogen. Als Interimsgeschäftsführer wurde Thomas Pöge bestellt.

Damit ist nun nach intensiver Vorbereitungszeit der Startschuss für die wirtschaftliche Zusammenarbeit der vier Kommunen gefallen. Unter dem Dach der Wurzener Land-Werke sollen in den nächsten Monaten gemeinsam mit jeweils dafür geeigneten Partnern Tochterunternehmen gegründet werden mit dem Ziel, Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, insbesondere auf dem Energiesektor, zu erbringen.

Geplant ist u. a. der gemeinsame Energieeinkauf für die Kommunen und der Vertrieb von Wurzener Land-Energie für die privaten Verbraucher der Region. Durch Errichtung und Betrieb von Nahwärmenetzen und Anlagen erneuerbarer Energie wollen die Partner zur Deckung des Eigenbedarfs der Region beitragen. Auch Energieprojekte für die Bürgerschaft, beispielsweise Bürgersolaranlagen, sollen gemeinsam angegangen werden. Wichtiges Ziel ist zudem die Sicherstellung einer leistungsfähigen Breitbandversorgung mit einem geeigneten Partnerunternehmen.

Ursprünglich war die Gründung der Gesellschaft bereits einen Monat vorher geplant. Dies war jedoch am Votum der Lossataler Gemeinderäte gescheitert, die ihre Ablehnung vor allem mit Zweifeln an der Finanzierung der Gründungskosten begründeten und der Bestellung eines Interimsgeschäftsführers zunächst nicht zustimmten. Offenbar ist es gelungen, diese Zweifel auszuräumen, Thomas Pöge erhielt schließlich das Vertrauen aller vier Parlamente. Die erste große Bewährungsprobe hat das Bündnis im Wurzener Land damit wohl bestanden und deutlich gemacht, dass die Kooperation eben wirklich nur bei Einigkeit aller Partner funktionieren kann und Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ tatsächlich von allen gewünscht und praktiziert wird.

Foto: Stadt Wurzen

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