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Bahnhof Kühren jetzt per Bus erreichbar

Von am 13. Dezember 2016

Gerade rechtzeitig ist vor einigen Tagen die Bahnbrücke in Kühren fertig geworden – pünktlich zum Start der neuen Buslinie 659, die Burkartshain und Falkenhain verbindet. Seit Sonntag haben die Dörfer an der Strecke, Falkenhain, Heyda, Dornreichenbach, Kühnitzsch, Trebelshain, Kühren und Burkartshain, einen ganzjährig im Zweistundentakt verkehrenden Anschluss an den Kührener Bahnhof mit auf S-Bahn und  Nahverkehrszüge abgestimmten Fahrplänen.

Bereits im Zuge der Brückenbaumaßnahmen hat die Stadt Wurzen einige Voraussetzungen dafür geschaffen, die Mobilität der Bürger in den Ortsteilen zu verbessern. So wurde der Gehweg auf der östlichen Seite der K3815 komplett erneuert und verbreitert, sodass er auch von Radfahrern benutzt werden kann. Auf der Brücke wurde im Bereich des Gehwegs eine Bushaltestelle in Richtung Trebelshain eingerichtet. Gegenüber der Parkplatzeinfahrt ist auf der westlichen Seite der K8315 ebenfalls eine Bushaltestelle in Richtung Kühren installiert worden.

Insgesamt vier neue bzw. optimierte Buslinien umfasst das Modellprojekt „Muldental in Fahrt“, mit dessen Hilfe der Landkreis Leipzig in Zusammenarbeit mit Kommunen, dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV), der Regionalbus Leipzig GmbH und dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) für mehr Mobilität und Erreichbarkeit im ländlichen Raum sorgen will. Wichtigste Neuerung: Anders als bisher sollen die Busse nicht mehr nur hauptsächlich dem Schülerverkehr dienen. Die neuen Linien fahren auch am Wochenende, in den Abendstunden und in den Schulferien und werden dadurch für Pendler genauso interessant wie beispielsweise für den Freizeitverkehr.

Nutzen sollte das Projekt auch durch die bessere Verbindung der Dörfer untereinander bringen. So könnte z. B. das Burkartshainer Freibad, das bisher gerade in der Hauptsaison in den Sommerferien mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar war, von den neuen Angeboten profitieren. Die Kührener Hortkinder wird es sicherlich freuen, dass sie den Weg ins Bad oder zum Dornreichenbacher Tiergehege nicht mehr per Fahrrad erstrampeln müssen – gerade bei sommerlichen Temperaturen nicht immer ein Vergnügen. Und der eine oder andere Dorfbewohner setzt sich vielleicht künftig lieber in den Bus und erledigt seine Einkäufe beim Kaufmann in Kühren, statt mit dem Auto in die Stadt zu fahren.

Bleibt zu wünschen, dass die Einwohner der ländlichen Ortsteile das Angebot nutzen und demnächst auch weitere Dörfer in die Pläne einbezogen werden.

Hier geht es zum Fahrplan Linie 659

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